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Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner – Kosmetik und Körperpflege, Industrie aber eben auch die heimische Küche ist ein Einsatzgebiet, in das sich Kokosnussöl hervorragend integrieren lässt. Sie haben noch nie mit Kokosfett gekocht? Dann sollten Sie es ruhig mal ausprobieren, möglicherweise kommen Sie ja auf den Geschmack…

Kokosöl – Allroundtalent mit vielen Möglichkeiten

Kokosnussöl gilt gemeinhin als sehr gesund und dies wurde mittlerweile auch in diversen wissenschaftlichen Studien bewiesen. Zwar enthält es viele gesättigte Fettsäuren, die im Ruf stehen, schädlich auf die Gesundheit zu wirken. Kokosfett besteht aber zum Großteil aus sogenannten mittelkettigen gesättigten Fettsäuren, welche einen eindeutig positiven Effekt auf die Gesundheit haben, wie die Forschung herausgefunden hat. Außerdem finden sich in Kokosöl viele Vitamine und Mineralstoffe sowie die wertvolle Laurinsäure, die im Körper das „gute“ Cholesterin HDL erhöht. Und noch ein Vorteil: Im Vergleich zu anderen Ölen und Fetten enthält Kokosnussöl weniger Kalorien; wenn Sie beim Kochen und Backen regelmäßig Butter und andere Fette durch Kokosöl ersetzen, tun Sie nicht nur etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden, sondern auch für Ihre Figur! Zur inneren Anwendung ist Kokosnussöl daher absolut zu empfehlen.

Inwiefern eignet sich Kokosöl in der Küche?

Kokosnussöl ist ein überaus reichhaltiges Öl, das zudem durch eine lange Haltbarkeit von bis zu zwei Jahren besticht (bei guter Qualität und richtiger Lagerung, nämlich lichtgeschützt, trocken und kühl). Bei Zimmertemperatur ist das Kokosfett nicht flüssig wie die meisten Öle, sondern von fester Konsistenz. Der Schmelzpunkt von Kokosöl liegt bei etwa 24 bis 25 Grad Celsius, erst dann wird es flüssig. Es besitzt einen dezenten exotischen Geschmack, der in den Speisen aber nicht aufdringlich ist. Aus diesem Grund ist Kokosnussöl sehr vielseitig einsetzbar. Natürlich eignet es sich hervorragend für asiatische Gerichte, da es diese perfekt ergänzt. Aber auch in der europäischen Küche ist es mittlerweile beliebt – und das zu Recht. Die feine Kokosnote in diesem Öl entfaltet seinen Wohlgeschmack bestens in Suppen und Soßen und sorgt für das gewisse Etwas beim Aroma. Kokosnussöl kann sowohl bei deftigen Gerichten wie etwa Gulasch sowie generell zum Anbraten verwendet werden, macht sich aber auch bei Desserts gut: Eis, Cremes, Mus oder auch Pudding lassen sich mit Kokosöl aufpeppen. Ebenso harmonieren Biskuits und weihnachtliche Plätzchen sehr schön mit Kokosfett. Selbst bei Getränken wie Milchshakes oder Smoothies mit frischen Früchten kann Kokosnussöl integriert werden – hier genügt es, einen Teelöffel voll mit in den Mixer zu geben – und das Getränk erhält eine cremig-aromatische Note. Besonders gut passen im Übrigen Maracuja und Mango als exotische Früchte zum Kokosfett.

Als Allrounder eignet sich Kokosöl also sowohl für die kalte als auch für die warme Küche und kann bei Vorspeisen, Hauptgerichten und bei Desserts gleichermaßen zur Anwendung kommen.

Backen und Braten mit Kokosnussöl

Gerade für die heiße Küche ist Kokosöl das Mittel der Wahl, denn es ist überaus stabil und hitzebeständig. Sein Rauchpunkt liegt zwischen etwa 190 und 205 Grad Celsius (zum Vergleich: Der Rauchpunkt von Margarine und Butter liegt bei etwa 175 Grad Celsius). Als Rauchpunkt wird die Temperatur definiert, bei der durch das Erhitzen des Öls eine sichtbare Rauchentwicklung stattfindet. Da der Rauchpunkt beim Kokosfett sehr hoch ist, eignet es sich ausgezeichnet zum Backen, Braten und natürlich zum Frittieren. Öle mit niedrigerem Rauchpunkt haben dabei die Eigenschaft, beim Erhitzen und bei höheren Temperaturen die gesundheitsschädigenden Transfettsäuren zu produzieren – dies ist beim Kokosfett nicht der Fall. Diese Tatsache macht das Kokosfett zu einem einzigartigen Öl, mit dem man auch bei hohen Temperaturen unbesorgt kochen und backen kann.

Wichtig ist es allerdings, den Umrechnungsfaktor zu beachten, der 4:5 beträgt, wenn Butter oder Margarine durch Kokosöl ersetzt werden sollen. Mit anderen Worten: Für 100 g Butter werden lediglich 80 g Kokosfett benötigt, was vor allem darin begründet liegt, dass Kokosnussöl so gut wie keinen Wasseranteil besitzt.

Zum Kochen, Backen und Braten sollte am besten immer kaltgepresstes, natives (möglichst naturbelassenes) Kokosnussöl in Bioqualität benutzt werden, etwa das Bio-Kokosöl von Dr. Goerg. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Öl weder gebleicht, raffiniert noch gehärtet wurde und auch ansonsten keine Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe o.ä. enthält.

Anwendungsgebiete

Typische Anwendungsgebiete von Kokosfett in der Küche sind das Backen von Kuchen, Biskuits und Plätzchen, da hier das feine Kokos-Aroma erwünscht ist. Auch das Anbraten in der Pfanne, etwa von Pfannkuchen, kann gut mit Kokosnussöl erledigt werden, ebenso kann es zum Backen von Waffeln verwendet werden. Aber auch die Benutzung bei deftigen Gerichten wie Thai-Curry ist überaus empfehlenswert – so entsteht eine besonders leckere Soße. Bei cremigen Suppen dient Kokosfett des Weiteren oft dazu, den Geschmack zu verfeinern. Umgekehrt passt es aber nicht zum klassischen Schweinebraten und auch nicht unbedingt in herzhafte Salate. Als Faustregel für die Verwendung von Kokosöl in der Küche gilt: Bei allen Gerichten, die mit dem Kokosaroma harmonieren, kann es hervorragend eingesetzt werden, egal ob es sich um kalte, warme, pikante oder süße Speisen handelt. Zudem spielt natürlich das persönliche Geschmacksempfinden eine entscheidende Rolle – am besten einfach mal ausprobieren und das ein oder andere Experiment mit Kokosnussöl in der eigenen Küche wagen!